Gestaltung des Ganztags an der Robert-Jungk-Gesamtschule

Unsere Schule versteht sich nicht nur als Lernort, Schüler sollen ihre Lehrer nicht nur als reine "Wissensvermittler" kennen lernen, deshalb wird die Robert-Jungk-Gesamtschule als Ganztagsschule geführt. So ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten, an Nachmittagen in der Schule zu lernen, zu arbeiten oder zu spielen.
Dabei bietet die Ganztagsform einen breiten Gestaltungsspielraum, in dem wir unsere schuleigenen Konzepte für Arbeitsgemeinschaften (AG's), Arbeits- und Übungsstunden, Fördermaßnahmen und Beratung herausgeformt haben.
Die Zuweisung zum Förderunterricht geschieht durch die jeweiligen Fach- und Klassenlehrer. Für das Fehlen gelten dieselben Regelungen, die auch für den Pflichtunterricht Gültigkeit haben. Die Angebote werden von Lehrer/innen, unserer Sozialpädagogin, Schüler/innen, Eltern sowie Kooperationspartnern (Bsp. Hülser Sportverein) durchgeführt.

In einer Ganztagsschule hat die Freizeitgestaltung im Rahmen der Bildungs- und Erziehungsarbeit einen eigenen hohen Stellenwert (offene Angebote).

Mit der Cafeteria/Bistro, dem Sozialen Lernzentrum, der Spieleausleihe, diverser Computerräume sowie dem Freizeitbereich (PZ, Sporthalle, Schulhof, Außengelände) verfügt unsere Schule über Räumlichkeiten, die für den Ganztagsbereich alle Möglichkeiten eröffnen.

Eine Mittagspause ist verbindlich für alle Schülerinnen und Schüler. In der Mittagspause haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich zu verpflegen, sich auszuruhen,  zu spielen, Sport zu treiben oder sich im Freizeitbereich aufzuhalten. 

Arbeitsgemeinschaften

Das Kernstück unseres Ganztagsbereichs sind die AG's. Um Überschneidungen mit dem übrigen Ganztagsprogramm sowie mit dem Stundenplan der Schüler zu vermeiden, wird in der Regel ein Wochentag als AG-Tag festgelegt. Nur in begründeten Ausnahmefällen wird davon abgewichen.
In der Regel werden die AG's als Doppelstunden angeboten; über die Teilnahme werden Anwesenheitslisten geführt. Die regelmäßige Teilnahme wird auf den Zeugnissen bestätigt.

Insgesamt streben wir mit unseren Angeboten in den AG's und offenen Angeboten eine Atmosphäre an, in der soziales Lernen Freude macht und die eine sinnvolle pädagogische Ergänzung zu fachlichen Lernprozessen ermöglicht

Förderunterricht/ Förderkonzept

Unsere Schule ist geprägt durch eine heterogene Schülerschaft mit den unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen. Dies erfordert, dass unsere Schüler/innen auch differenziert gefördert und gefordert werden müssen.

Die im Unterricht stattfindende Erziehung zur Eigenständigkeit wird durch viele meist parallel laufende Förderungen einzelner Schülerinnen und Schüler unterstützt:

1.) Lese - Rechtschreib - Förderung (LRS)
2.) Fachunabhängiger Ausgleichsunterricht (FUA)
3.) Lern - Arbeits - Gruppe (LAG)
4.) Förderunterricht Deutsch, Englisch, Mathematik
5.) Förderunterricht im Klassenverband

Die Schülerinnen und Schüler üben und lernen in Gruppen zu je 4 Teilnehmern. Jede LRS-Gruppe wird von einem Elternteil betreut. Die Betreuerinnen werden von einer Lehrkraft intensiv auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie treffen sich einmal wöchentlich zur Vor- und Nachbereitung der beiden wöchentlichen Übungsstunden. Die Betreuung der Arbeit in den Gruppen durch einen Elternteil hat sich als sehr positiv erwiesen.
In der Fördergruppe "Fachunabhängiger Ausgleichsunterricht" (FUA) werden gemeinsame Regeln gelernt um zu einem "Wir" zu gelangen, um ein Gruppengefühl zu erleben. Hier werden die Beobachtungskriterien, wie Außenseiter- oder Clown-Rolle sowie Erfahrungen in der bisherigen Schulzeit mit den Schülern besprochen. Sie haben in der Gruppenstunde FUA die Aufgabe neue Verhaltensformen, neue Rollen durch entsprechende Einsicht und Regeln zu trainieren.
In der sog. Lernarbeitsgruppe werden Schüler mit ganz spezifischen Defiziten fachunabhängig gefördert. Nach einer mehrwöchigen Beobachtungsphase werden die Kinder, die durch unorganisiertes und chaotisches Lern- und Arbeitsverhalten im Anfangsunterricht der 5. Klasse auffallen, der Lernarbeitsgruppe zugewiesen. Es handelt sich um Kinder, die oft unaufmerksam sind, sich leicht ablenken lassen, Aufgaben nicht richtig verstehen, deren Hefte sehr unordentlich geführt sind, die ständig etwas suchen (und nicht finden), deren schulischer Erfolg durch fehlende Lern- und Arbeitstechniken nachhaltig gefährdet erscheint.
Als besonderes Konzept haben wir an unserer Schule die Klassenstunde eingeführt, die in der Regel jeweils eine Stunde an vier verschiedenen Tagen durchgeführt wird, meist beim Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin oder einem jeweiligen Fachlehrer der Klasse. In dieser Stunde werden wichtige schulische Probleme und Fragen angesprochen und die Hausaufgaben erledigt.