Geschichte der Schule

Bis 1988 gab es in Krefeld neben der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule nur die Städtische Gesamtschule am Kaiserplatz. Da die Anmeldezahlen außerordentlich hoch waren, nahm diese Gesamtschule 280 Schüler in das 5. Schuljahr auf. Auf Beschluss des Stadtrates sollten von diesen 10 Klassen 4 Klassen die Grundlage für eine neu zu bildende Gesamtschule im Stadtteil Hüls werden. Bei der Zusammensetzung der Klassen und der Lehrerinnen und Lehrer, die diese unterrichteten, wurde der neue Standort bereits berücksichtigt. So befand sich die "Gesamtschule Hüls" ein Jahr lang im Seitengebäude dieser Schule und zog im Sommer 1989 in das Schulzentrum Reepenweg in Hüls, in dem sich bis dahin die Hauptschule Reepenweg mit einer Außenstelle der Realschule Horkesgath befand. Die Realschule zog aus und die Hauptschule in die erste Etage.

Das schnelle Wachstum der Schule und der andauernde Anmeldeüberhang führten 1992 dazu, dass unsere Schule das gesamte Gebäude übernahm.

Am 18.6.1997 gab es das erste Abitur in Hüls. Stolz präsentierten die 36 Schülerinnen und Schüler ihre Reifezeugnisse. Was mit 224 Schülern begonnen hatte, war nun mit 883 Schülern eine voll ausgebaute Gesamtschule geworden, die ihr erstes Abitur feierte. 68 Lehrer freuten sich mit den Abiturienten.

In seiner Abschlussrede machte der damalige Schulleiter Paul Tresselt darauf aufmerksam, dass die Schüler mit ihren Zeugnissen etwas ganz Besonderes in den Händen hielten. Es waren nämlich die ersten Zeugnisse, die den Namen:

Robert-Jungk-Gesamtschule

trugen. Obwohl die Namensfeier erst im Dezember sein sollte, hatte die Robert-Jungk-Stiftung in Salzburg schon grünes Licht zur Namensführung gegeben. Es war bisher weltweit die einzige Schule, die den Namen des großen Friedensforschers führte. Peter Stefan Jungk, der Sohn Robert Jungks, der eigens aus Paris zur Namensgebung angereist war, brachte in einer sehr persönlichen Ansprache zum Ausdruck, dass sein Vater sich nichts Sehnlicheres gewünscht haben würde, als dass eine Schule seine Ideen für eine bessere Zukunft aufgreifen würde. Denn für Robert Jungk, der erst drei Jahre vorher gestorben war, bedeutete die Gestaltung der Zukunft das Wichtigste überhaupt. Die ältere Generation hatte er gemahnt, den Jugendlichen eine erstrebenswerte Zukunft zu hinterlassen:

"Nur wer die Zukunft im Vorausgriff erfindet, kann hoffen, sie wirksam zu beeinflussen."                                                                                 Robert Jungk

 

Seit dem Schuljahr 2014/15 hat die Schule auch einen dreizügigen Teilstandort in Kerken-Aldekerk.  Die Kinder aus Kerken und  Umgebung werden dort wohnortnah bis zum Ende der Sekundarstufe I beschult. Ihre Schullaufbahn in der gymnasialen Oberstufe setzen sie am Standort Krefeld-Hüls fort.